#edupnx-Beitragsparade: Impulsflut verwalten? Kompetenz muss her

Die aktuelle Beitragsparade der #edupnx und aller Interessierten dreht sich um die Impulsflut, die über die Social-Media-Kanäle über einen hereinbricht. Wie kann man die vielen Informationen, Materialien, Links oder Ideen so nachhaltig archivieren, dass man sie problemlos und effektiv weiter verarbeiten kann? Sicher eine relevante Frage, habe ich doch jüngst herausgefunden, dass Safari seit iOS 11 nicht mehr auf 35 Tabs limitiert ist. Aktuell bin ich bei über 150 Tabs auf drei Geräten, die ich eigentlich irgendwann mal abarbeiten wollte. Weil darunter noch so mancher wertvolle Link ist, traue ich mich nicht, die Tabs zu löschen. Stattdessen lerne ich, das Gefühl der Überflutung zu ignorieren.

Vor ein paar Jahren habe ich zur Sortierung und Ablage von interessanten Links mit Pinterest angefangen (lässt sich auch nett embedden: Sammlung digitaler Tools), aber letztlich taugt der Dienst nur zur Sammlung, weniger zur Sortierung und Weiterverwendung. Pocket hatte ich mal probiert, überzeugte mich aber seinerzeit nicht, sollte ich vielleicht noch mal testen, dazu gleich mehr. Für meine interne Ablage nutze ich die Apple-App Notizen auf allen Geräten, also für alles, was ich später weiter verarbeiten will und normalerweise nicht mit anderen teilen muss (was natürlich auch ginge). Aus dienstlichen Gründen arbeite ich mit einer Kollegin in OneNote zusammen, über Google Drive mit vielen anderen Kollegen, und in iCloud speichere ich auch so manche Dateien, die ich unterwegs brauche, dann noch DropBox, MS Drive, eine oCloud, Lesezeichen in drei verschiedenen Browsern, und schon weiß ich nicht mehr, was ich wo gespeichert habe und suche ewig.

In der aktuellen Beitragsparade gibt es gelungene Beispiele. @lehrerperle oder Jens Kessler zeigen, wie sie Pocket geräteübergreifend nutzen, Monika Heusinger konzentriert alles auf ihre iCloud, das wäre sicherlich eine logische Konsequenz für mein Dilemma. Herr Mess zeigt einen komplexen Workflow, um alles ganz praktisch in Evernote-Notizbücher zu synchronisieren. Darauf schwören ja so einige, bisher scheue ich es, alles auf eine Software zu setzen, wäre mal eine Überlegung. Ines Bieler gibt noch weitere Tipps, wie man die Informationen kuratieren kann. Dennoch greift die Fragestellung zu kurz, denn letztlich ist es egal, woher die Impulse kommen, ob von Twitter, Facebook, YouTube, dem RSS-Feed, dem Fernseher oder der Kollegin. Ich muss einen Weg finden, damit umzugehen, zum einen technisch, zum anderen system- und softwareunabhängig.

Die Fragestellung ist diesmal nicht umsonst kurz gehalten und namentlich auf Twitter reduziert, denn schon in der allerersten Beitragsparade wurde die Frage der digitalen Datenablage erörtert. Die Beitragsparade aus dem April 2017 ist sehr interessant und zeigt, wie wichtig eine gut sortierte Datenablage ist. Sie zeigt auch, wie unterschiedlich man sich organisieren kann. Dabei sind manche Workflows schon so spezialisiert, dass es die Kompetenzen einer Lehrkraft mit gewöhnlichen ICT-Kompetenzen weit übersteigen. Guido Brombach und Felix Schaumburg hatten schon 2013 und 2015 gezeigt, wie sie sich organisieren – und dabei ein Level erreicht, dass man nur mit Geek-Genen schafft.

Auch ohne genetische Veranlagung sind weitreichende Kompetenzen im Umgang mit Informationen und Daten notwendig, und das besonders bei Lehrkräften, denn bisher gibt es keine zentralen Dateimanagementsysteme oder Bildungsclouds, mit denen ich arbeiten könnte. Und selbst wenn es sie gäbe, würde der Datenschutz eine Synchronisation mit proprietären Apps wie Pocket oder meinen persönlichen Daten verhindern. Also bleibt mir nichts anderes, als digital kompetent zu werden. Dazu gibt es auch schon wunderbare Kompetenzraster für Lehrkräfte, unter anderem eins aus Österreich, DigiKomp oder so ähnlich, und eins von der EU, ich müsste dazu noch drei oder vier Tabs offen haben, ich gehe mal kurz suchen …

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