Unterrichten im Ausland

Weltweit werden über 1.000 Schulen von der Bundesrepublik Deutschland organisatorisch, personell und finanziell gefördert. Darunter sind derzeit 141 Deutsche Auslandsschulen, die überwiegend in privater Trägerschaft geführt werden, und über 870 DSD-Schulen, die meist staatlich sind und das Deutsche Sprachdiplom (DSD) vergeben.

Rund 2.000 Auslandsdienstlehrkräfte, Programmlehrkräfte und Fachberater arbeiten derzeit im Ausland, etwa 400 werden jährlich neu ins Ausland vermittelt. Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) werden in dieser Zeit von der Arbeitsgruppe Auslandslehrerinnen und -Lehrer (AGAL) der GEW beraten.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Köln organisiert die schulische Arbeit im Ausland und unterstüzt die Lehrkräfte und die Auslandsschulen organisatorisch, pädagogisch und finanziell. Die ZfA sucht laufend engagierte und motivierte Pädagogen, die den Blick über den Tellerrand wagen und ihren Horizont an einer Deutschen Schule im Ausland erweitern möchten.

Wenn du im Ausland an einer von der Bundesrepublik Deutschland geförderten Schule unterrichten möchtest, führt der schnellste Weg über die Registrierung in der Online-Datenbank der ZfA. Interessierte Schulträger Deutscher Auslandsschulen sowie Fachpädagogen der ZfA haben Zugriff auf diese Daten und werden dich dann gegebenenfalls direkt ansprechen, wenn dein Profil auf eine freie Stelle passt.

Unterrichten im Ausland ist allerdings nicht gleich Unterrichten. Bei der Personalvermittlung wird unterschieden zwischen Auslandsdienstlehrkräften (ADLK), Landes- und Bundesprogrammlehrkräften (LPLK, BPLK) und Ortslehrkräften (OLK, auch OK). Je nach Programm gibt es unterschiedliche Auswahl- und Bewerbungsverfahren und unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. OLK werden zwar nicht von der ZfA vermittelt, die ZfA veröffentlicht aber Stellenausschreibungen der Schulen auf ihrer Website. Interessierte können sich mit den örtlichen Schulträgern auch direkt in Verbindung setzen.