Reisetagebuch: 5.-7. Tag

Notizen: Heutiges Ziel ist die Fertigstellung der Reiseplanung am Niederrhein, die zur Verfügung stehende Zeit ist daher unendlich. Konkret müssen noch zwei Tage am Niederrhein geplant werden, dann der Transfer ins Ruhrgebiet und das folgende Programm…

Die nächsten zweieinhalb Tage verbringen wir in Xanten, das ja auch Gegenstand einiger Lehrwerke ist (Tamburin 3, Ping Pong 2 usw.), also gut vorbereitet werden kann. Auf dem Weg von Kevelaer nach Xanten (ca. 20 km) halten wir für ein Picknick am Aussichtsturm von Sonsbeck (rund 7 km vor Xanten; hier gibts ein paar Bilder und hier ein Panorama) und genießen die Aussicht über den Niederrhein: „Der Aussichtsturm auf dem Dürsberg, eine Holzkonstruktion aus dem Jahre 1981, ist eine einmalige Attraktion am unteren Niederrhein. 154 Stufen führen zur Aussichtsplattform, die ca. 100 m über NN liegt.“ (weitere Bilder vom Aussichtsturm)

In Xanten-Wardt kommen wir in der Villa Kunterbund unter, einem alten niederrheinischen Bauerngehöft aus dem 19. Jahrhundert. Sie kostet viel weniger (rund 150,- EU/Nacht für alle!) als die Jugendherberge oder der Moerenhof und wir sind völlig unabhängig, die einzigen Bewohner und können uns selbst versorgen. Deshalb besorgen wir uns auch gleich nachmittags noch frisches Brot für die nächsten Tage in der Xantener Kriemhildmühle, der einzigen Mühle am Niederrhein, in der noch täglich Brot gebacken wird. Am nächsten Tag (6. Tag) erholen wir uns von den bisherigen Strapazen an der Xantener Südsee! In dem Freizeitzentrum Xanten gibt es ein Hallenbad mit Wellengang (das „Nibelungenbad“, da können wir gleich mal die berühmte Sage erforschen!) und ein Strandbad für gutes Wetter mit Kletterinsel, Sprungturm und sogar einer Wasser-Ski-Anlage. Abends machen wir einen kleinen Bummel durch die Xantener Innenstadt und besichtigen den über 750 Jahre alten, gotischen St.-Viktor-Dom und das Klever Tor (Wikipedia), ein 650 Jahre altes Stadttor. Die argentinischen Schüler werden vor lauter Historie in der „alten Welt“ wahrscheinlich mächtig staunen, da sie in Argentinien kaum solche alten Zeugnisse der Geschichte zu sehen bekommen; die ältesten kolonialen Bauten sind kaum mehr als 300 bis 400 Jahre alt und die wesentlich älteren Kulturzeugnisse der Indianerkulturen sind größtenteils zerstört worden. Vielleicht werden sie jetzt besser verstehen, wenn die Medien oder Politiker mal wieder den Antagonismus der „alten“ und „neuen“ Welt bemühen (Wikipedia), um die Gegensätze zwischen Nord- und Südamerika und Europa zu prononcieren.

Für den Archäologischen Park, der nur ein paar Kilometer entfernt liegt, planen wir einen ganzen Tag ein (7. Tag). Die wirklich beeindruckende römische Siedlung Colonia Ulpia Traiana (Wikipedia) mit 2000 Jahre alten Ausgrabungen kann in einem tollen digitalen Informationssystem schon mal aus der Ferne besucht werden. Außerdem sind auf der Website Teile rekonstruiert worden, die es im archäologischen Park nicht zu sehen gibt, wie etwa die Große Therme.

Nach einer Woche am Niederrhein machen wir uns auf den Weg ins Ruhrgebiet, einer faszinierenden Region zwischen Emscher im Norden und Wupper im Süden, die von der Ruhr durchflossen wird und daher ihren Namen hat.

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