Reisetagebuch: 4. Tag

Notizen: Heute will ich die Route durch den Niederrhein zu Ende planen (3 Tage bleiben uns noch), zwei Stündchen sind anberaumt, dann sollte die Planung stehen. Die Stimmung in der Gruppe ist gut, auch wenn die Kids alle noch etwas angeschlagen sind von der langen Anreise…

Wir sind inzwischen 3 Tage durch Wald und Feld gewandert und haben Land und Leute kennen gelernt, dabei haben wir uns über die vielen Fahrradfahrer gewundert, und schnell ist uns klar geworden, dass man hier im Flachland natürlich toll radeln kann, wie es auch bei Jan an de Fähr treffend beschrieben wird: „Selbst diejenigen, die am Niederrhein wohnen kennen ihn nicht zur Gänze. Selbst entdecken heißt hier die Devise. Zum Beispiel per Rad auf dem größten Radwegenetz Deutschlands. Einen Radweg-Routenplaner finden Sie hier. Und eines können wir Ihnen am Niederrhein versprechen: keine Berge. Vielleicht ein bisschen Gegenwind. Aber keine Berge.“ Also wollen wir unbedingt eine Radtour machen…

Am 4. Tag starten wir dann auch eine große Schleife mit Rädern, die wir uns Kevelaer leihen, durch die Umgebung, die Gesamtlänge der Strecke beträgt ca. 50 km, das Streckenprofil ist weitestgehend flach, also bestens geeignet für eine Tagestour. Verpflegung bekommen wir von den Herbergseltern, die ganz stolz sind, Gäste aus Argentinien zu haben. Sie empfehlen uns, mittags für das typisch niederrheinische „Kaffee und Kuchen“ im Bauernhofcafé in der Binnenheide zu halten oder, falls wir in die andere Richtung führen, bei Jan an de Fähr einen typischen „Strammen Max“ (Wikipedia) oder „Rheinischen Sauerbraten“ (Wikipedia) zu essen. (Die folgenden Links führen zu Bildern dieser Tour auf einer tollen Seite fürRadtouren zwischen Rhein und Maas„.) Die Route führt uns nordwärts über Keylaer vorbei an der Hubertus-Kapelle, dem Kriegsgefangenenentlassungslager zum Schloss Wissen. Dort queren wir die Niers, machen einen Stopp am Tierpark Weeze und kehren zum Mittag tatsächlich bei Jan an de Fähr ein. Allerdings müssen sich die Kids erst daran gewöhnen, dass man in Deutschland mittags eine große, warme Mahlzeit zu sich nimmt. Der „Jan“ bringt uns danach mit seiner „Fähr“ auch gleich auf die andere Seite der Niers, damit wir zum Boxteler Bahn Denkmal weiterkommen. Über Keppeln und die Hohe Mühle, das Uedemerfeld, die A57, kommen wir zur Kervenheimer Mühlenfleuth, einem kleinen Flüsschen, das später in die Niers mündet. Über die Schwarze Straße gehts weiter nach Kervenheim, einer kleinen Ortschaft mit einer typischen Mühle, dann über den Bleicksweg und die Niersbrücke in Schravelen wieder nach Kevelaer. Allerdings nur für den Fall, dass die Kids noch mal die durch die Wallfahrt berühmte Gnadenkapelle sehen wollen, sonst müssen wir kurz vor der Stadt schon wieder zur Jugendherberge abbiegen. Dort strecken wir erst mal die Beine von uns und relajaten (Belgranodeutsch, Wikipedia) bis zum abendlichen Grillen, was sich die Tourenradler redlich verdient haben. Die Kids sind später allerdings ein bisschen enttäuscht, als sie fertige Nackensteaks, Kotellets und Grillwürstchen bekommen und die noch nicht mal annähernd so gut schmecken wie die chorizos, riñones, morzillas, bifes de chorizo, tiras de asado oder bifes de lomo beim argentinischen asado (Wikipedia).

Fazit: Arbeitszeit rum, gerade einen Tag geschafft zu planen, dafür aber ´ne Menge über den schönen Niederrhein (heraus-) gefunden!

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