GEW gelangt zu bahnbrechenden Erkenntnissen des 21. Jahrhunderts

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Titel der E&W, Ausgabe 10/2015

„Es geht mir nicht um eine E-Learning-Schule, sondern um ein vernünftiges Verhältnis von analogen und digitalen Medien“, sagt Medienpädagoge Aufenanger im Interview. Der Professor für Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik der Universität Mainz ist der Meinung, Lehrkräfte müssten nicht alle Geräte perfekt beherrschen. Viel wichtiger sei es, dass sie digitale Medien so einsetzen könnten, dass diese im Unterricht einen „Mehrwert“ brächten.

Diese und weitere ganz neue Weisheiten sind in der E&W 10/2015 zu finden, der bundesweiten Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Das Titelthema „Digitale Bildung“ wird auf ganzen 15 Seiten ausgebreitet. Kein Wunder, dass dabei nur Binsenweisheiten heraus kommen können, die im Jahr 2015 allzu verstaubt wirken. Der schlechte Netzausbau an deutschen Schulen wird kritisiert, ebenso deren miserable mediale Ausstattung. Wobei das Wort „miserabel“ so nicht fällt, aber für eine Gerwerkschaft der passendere Ton wäre. IT-Riesen wie Microsoft, Apple oder Google werden gewerkschaftsmäßig angeprangert, weil sie im Schulsektor einen „Milliardenmarkt“ für ihre Produkte sehen. Wie Medienbildung ohne die Hard- und Software oder die Online-Dienste der IT-Gößen gelingen soll, wird nicht verraten.

Auch dass die deutschen Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich mit mäßigen Medienkompetenzen daher kommen, ist nicht neu. Die einschlägigen Studien dazu sind schon seit Jahren auf dem Markt. Und nun auch endlich in der Redaktion der E&W angekommen. Es gab schon deutlich bessere Ausgaben meiner Mitgliedszeitschrift.