Moodle

Moodle kann das Lernen unterstützen.

Moodle basiert auf dem Konzept des konstruktivistischen Lernens, das Lernende als selbstverantwortliche, aktive Personen im Hinblick auf ihren Wissenserwerbsprozess begreift. Dieses Modell wird durch Moodle systematisch unterstützt. Bearbeitungsaufgaben, umfangreiche Kommunikationsfunktionen und viele Möglichheiten der Gruppenarbeit sind ein wesentlicher Bestandteil der Lernplattform. In Deutschland wird der Einsatz von Moodle an Schulen vom Verein moodleSchule e.V. voran getrieben. Der Moodletreff der Bezirksregierung Düsseldorf bietet Fortbildungen für Schulen.moodle-logo-245x100

Es hängt davon ab, was man daraus macht.

Moodle bietet unter anderem folgende Funktionen:

  • Unterstützung von Gruppenarbeit
  • Verschiedene Übungs- und Prüfungsszenarien
  • Diskussionsforum und Chat
  • Lerntagebuch
  • Abstimm-, Umfrage- und Quizfunktion
  • Sprechstunde mit dem Trainer (Lehrenden)
  • Glossar
  • Überblick über Aktivitäten der Lernenden
  • Benutzer- und Kursverwaltung
  • Definition von Rollen (Administrator, Kursersteller, Trainer, Teilnehmer, Gast)
Dahinter steckt ein Konzept.

Damit erfüllt Moodle die wesentlichen Merkmale konstruktivistischer Lernumgebungen, wenn sie den Lernprozess erfolgreich unterstützen sollen:

  • Wissenskonstruktion: Konstruktivistische Lerntheorien betonen die aktive Konstruktion von Wissen. Konkret bedeutet dies: Lernende interpretieren und transformieren neue Informationen auf Basis bereits erworbenen Wissens, welches von den Lernenden aktiv abgerufen wird.
  • Kooperatives Lernen: Eine weitere wichtige Grundannahme bezieht sich auf das gemeinschaftliche (kollaborative) Lernen mit anderen Lernern, Lehrern und weiteren Personen, durch welches die Wissenskonstruktion unterstützt werden soll. Besonders beim Lernen mit anderen Lernenden nimmt man die Lernförderlichkeit aufgrund ähnlicher Verständnisniveaus an.
  • Selbstregulation: Unter Selbstregulation werden eine Reihe von Teilaspekten subsumiert. Beispielsweise fallen hierunter die metakognitiven Fähigkeiten wie das Setzen von (Lern-)Zielen, aber auch Selbstbeobachtung, Selbstbewertung und Selbstverstärkung während des Wissenserwerbs.
  • Authentische Lernsituation: Im Kontext konstruktivistischer Lerntheorien sollten Lernsituationen vorzugsweise praxisbezogen bzw. authentisch sein. Hierzu können Lernende mit komplexen, schlecht strukturierten Problemen konfrontiert werden – ähnlich den Problemsituationen, die sie auf ihrer zukünftigen Arbeitsstelle antreffen. Vielschichtige Probleme zeichnen sich durch zahlreiche interagierende Elemente und der Möglichkeit multipler Lösungsansätze aus. Im Zusammenhang solcher Problemsituationen wird auch häufig vom entdeckenden Lernen (discovery learning) gesprochen.
Weiterführende Links:

Daß man nun die jungen Leute nicht nur zur Unterhaltung erziehen darf, ist ja klar: denn das Lernen ist kein Spiel, sondern eine ernste Mühe.

Aristoteles (384 – 322 v. Chr., griechischer Philosoph, Schüler Platos, Lehrer Alexanders des Großen von Makedonien)